Wenn Sie als Immobilienanwalt oder Notar tätig sind, kennen Sie den Ablauf bereits. Bevor eine Immobilientransaktion abgeschlossen werden kann, müssen Sie nachweisen, woher das Geld Ihres Mandanten stammt. Das bedeutet Kontoauszüge. Und zwar viele davon.
Warum Immobilientransaktionen Kontoauszüge erfordern
Die Geldwäsche-Vorschriften verlangen von Immobilienanwälten und Notaren, für jeden Immobilienkauf den Herkunftsnachweis der Mittel zu erbringen. Es genügt nicht, dass ein Mandant erklärt, über das Geld zu verfügen — Sie benötigen einen dokumentarischen Nachweis darüber, woher es stammt.
Das gilt für:
- Ersparnisse — Auszüge, die den über die Zeit aufgebauten Kontostand belegen
- Schenkungen — eine eindeutige Überweisung vom Konto des Schenkers, abgeglichen mit einer Schenkungsbestätigung
- Immobilienverkäufe — Mittel aus dem Abschluss einer vorangegangenen Transaktion
- Erbschaften — Auszahlungen aus einem Nachlasskonto
Bareinzahlungen sind ein Warnsignal. Unerklärte größere Beträge sind ein Warnsignal. Lücken in der Kontoauszugshistorie sind ein Warnsignal. Es ist Ihre Aufgabe, sicherzustellen, dass keiner dieser Punkte unerklärt in der Akte landet.
Das Problem mit PDF-Auszügen
Manche Mandanten gewähren Zugriff über das Online-Banking-Portal ihrer Bank. Viele senden jedoch nach wie vor PDF-Auszüge — aus dem Online-Banking heruntergeladen, von Papier eingescannt oder mit dem Smartphone abfotografiert. Sie erhalten möglicherweise Auszüge von jeder großen Bank sowie von kleineren Instituten wie Sparkassen, Genossenschaftsbanken oder ausländischen Konten.
Wenn Sie diese manuell prüfen, erledigen Sie zwei Dinge gleichzeitig: Sie lesen jede einzelne Transaktion auf etwas Erklärungsbedürftiges hin durch und rekonstruieren im Kopf die Geschichte des Kontos. Bei einem unkomplizierten Kauf mit Ersparnissen aus einem einzigen Konto ist das überschaubar. Bei einem Mandanten mit mehreren Konten, geschenkten Eigenkapitalbeträgen und sechs Monaten Historie je Konto wird es zu einem erheblichen Zeitfresser.
Das eigentliche Risiko ist nicht die Zeit. Es ist, etwas zu übersehen. Eine Bareinzahlung versteckt auf Seite vier. Ein Geldeingang, der nicht zum Betrag der Schenkungsbestätigung passt. Eine Lücke zwischen den Auszugszeiträumen, die bedeutet, dass Sie nicht das vollständige Bild sehen.
Was Genauigkeit hier bedeutet
Wenn Immobilienanwälte und Notare von Genauigkeit sprechen, meinen sie etwas ganz Bestimmtes. Es geht nicht nur darum, „ob die Zahlen ungefähr stimmen". Es geht um:
- Jede Transaktion erfasst — keine fehlenden Zeilen, keine zusammengefassten Einträge
- Salden, die sich verifizieren lassen — wenn Sie die Transaktionen addieren, gelangen Sie zum Schlusssaldo?
- Korrekte Datumsangaben — denn der zeitliche Ablauf der Mittel ist für die Compliance entscheidend
- Exakte Beträge — eine Schenkung von 50.000 €, die in Ihren Unterlagen als 5.000 € erscheint, ist ein gravierendes Problem
Deshalb berechnen manche Kanzleien die Salden aus den extrahierten Daten neu — es ist der schnellste Weg, um zu bestätigen, dass jede Transaktion korrekt erfasst wurde.
Wie Kontoauszüge Konverter hilft
Wir haben Kontoauszüge Konverter entwickelt, um PDF- und Bilddateien von Kontoauszügen in strukturierte, präzise Transaktionsdaten umzuwandeln. Laden Sie einen Auszug hoch und erhalten Sie eine Tabelle mit Datum, Verwendungszweck, Eingängen, Ausgängen und Salden zurück — bereit zur Prüfung.
Für die Arbeit an Immobilientransaktionen bedeutet das konkret:
- Jede Bank, jedes Format — wir verarbeiten Auszüge von Großbanken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Direktbanken und ausländischen Instituten
- Fotos und Scans — Mandanten senden nicht immer saubere PDFs; wir verarbeiten auch Bilder
- Saldenintegrität — wir extrahieren die Salden so, wie sie auf dem Auszug erscheinen, damit Sie die Vollständigkeit überprüfen können
- Jede Transaktion in einer eigenen Zeile — keine zusammengefassten Einträge, keine Summaries, nur saubere Daten, die Sie prüfen und filtern können
Sobald Sie die Daten in Excel haben, können Sie nach Betrag sortieren, um große Eingänge zu finden, nach Bareinträgen filtern, Schenkungsbeträge mit den Bestätigungen abgleichen und bestätigen, dass die Auszugszeiträume lückenlos aufeinanderfolgen.
Herkunftsnachweis der Mittel in der Praxis
Eine typische Prüfung des Herkunftsnachweises bei einer Immobilientransaktion kann Folgendes umfassen:
- Sechs Monate Girokontoauszüge des Käufers
- Ein Sparkonto, das den Eigenkapitalbetrag ausweist
- Auszüge vom Konto eines Elternteils, die die Überweisung der Schenkung belegen
- Eine zugehörige Schenkungsbestätigung
Das können 30+ Seiten Auszüge über mehrere Banken und Formate hinweg sein. Wandelt man sie alle in strukturierte Daten um, lässt sich die Prüfung systematisch abarbeiten, anstatt zwischen PDFs hin- und herzuspringen und sich Notizen zu machen.
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